Das Romulanische Imperium befindet sich im Beta-Quadranten. Die Romulaner bewohnen die Doppelplaneten Romulus und Remus. Der dunkle Planet Remus dient in erster Linie der industriellen Produktion und Rohstoffförderung und ist somit ein Arbeiterplanet. Die Regierungsform ist eine parlamentarische Monarchie. Der Oberste Befehlshaber ist ein Prätor, der regelmäßig vom Senat gewählt wird. Das Militär ist dem strengen Kommando des Geheimdienstes Tal Shiar untergeordnet.
Äußerlich ähneln die Romulaner aufgrund ihrer gemeinsamen Abstammung sehr stark den Vulkaniern. Sie besitzen beide spitze Ohren und außen hochstehende Augenbrauen. Die Romulaner unterscheiden sich von den Vulkaniern durch ihre Wölbungen auf der Stirn und durch eine grünlichere Haut.
Die Geschichte der Romulaner beginnt um ca. 100 n. Chr. auf dem Planeten Vulkan. Aufgrund von zahlreichen Kriegen innerhalb des eigenen Planeten, drohte den Vulkaniern vor Tausenden von Jahren die Selbstvernichtung. Die Lehren des Philosophen Surak brachte die Vulkanier dazu, ihre Emotionen zu unterdrücken und nur die Logik zuzulassen. Nachdem sich Lehren von Logik und Emotionslosigkeit allgemein durchzusetzen begannen, entschloss sich eine große Gruppe von Vulkaniern, den Planeten zu verlassen, da sie sich mit den Lehren Suraks nicht identifizieren konnten oder wollten. Die große Schar von Vulkaniern kolonisierte schließlich den unbewohnten Planeten Romulus. Dort nannten sie sich selbst Romulaner, gründeten eine neue Kultur und Gesellschaft, und wurden somit zu einer neuen Zivilisation.
In der Mitte der 50er Jahre des 22. Jahrhunderts kam es zwischen den Romulanern und der Erde zu einem Krieg, den beide Mächte noch mit primitiven Atomwaffen führten. Die entscheidende Schlacht war die Schlacht von Cheron, bei der beide Seiten so starke Verluste hinnehmen mussten, das sie sich weitere Auseinandersetzungen nicht mehr leisten konnten. Die Waffenstillstandsverhandlungen wurden über Subraumfunk geführt, sodass die beiden Feinde sich nicht einmal gesehen hatten, bevor ein getarnter romulanischer Bird of Prey 2266 mehrere Außenposten der Föderation zerstörte.
Während einer kurzfristigen Allianz mit den Klingonen gelangten die Romulaner in den Besitz der Konstruktionsunterlagen des klingonischen Kreuzertyps D-7. Im Gegenzug zu den Konstruktionsplänen erhielten die Klingonen die romulanische Tarn-Technologie. Die Romulaner leben seitdem als technisch fortschrittliche und starke Macht im Quadranten. Obwohl sich die Romulaner ungern mit anderen Zivilisationen treffen, kam es im Jahre 2360 zu einem erneuten Kontakt mit der Föderation, als mehrere Kolonien des Romulanischen Imperiums und der Föderation von den Borg angegriffen wurden. Es folgte eine längere Phase der Konfrontation, wo beide Völker sich gegen den Angriff wehrten.
Eine weitere und kurzfristige Allianz gingen Romulaner zum Ende des Dominion-Krieges ein. Der Krieg führte dazu, dass das Dominion und die Cardassianer gegen die Allianz Föderation und Klingonen den Krieg zu gewinnen drohten. Die Romulaner verhielten sich selbst in dieser äußerst prekären Lage zunächst weiterhin neutral. Das Interesse der Föderation war es, auch die Romulaner in den Krieg einzubeziehen, was ihnen schließlich gelang. Nach Beendigung des Krieges folgte eine Phase der gegenseitigen Entspannung, woraufhin sich die Romulaner erneut zurückzogen.
Die Romulaner gelten als ein isoliertes Volk, das weder an freundlichen noch an feindlichen Beziehungen mit anderen Planeten interessiert ist. Sie ziehen es vor, sich neutral zu verhalten, um direkten Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Dennoch gelten sie als aggressiv, wenn es um die Verteidigung und Erreichung eigener Interessen geht. In heiklen Situationen verhalten sie sich zunächst zurückhaltend, sind aber im Nachhinein auch oftmals bereit, gewaltsam vorzugehen. Trotz der Isolation ist auch Romulanern der Kontakt mit anderen Zivilisationen nötig, um auch weiterhin eine starke Macht innerhalb des Quadranten zu bleiben. Der romulanische Geheimdienst Tal Shiar ist daher auch stark auf Spionage ausgerichtet. Romulaner gelten als nicht kommunikationsfreudig und ihre Ziele sind für andere Mächte oft nicht vorhersehbar. Aufgrund ihrer Tarnvorrichtung ist ein Zusammentreffen oft überraschend. Oft wird daraus auch eine feindliche Absicht der Romulaner interpretiert. Das sind auch oftmals die Gründe für ein äußerst vorsichtiges Vorgehen beim Kontakt mit Romulanern. Die Sternenflotte sieht bei einem Kontakt mit den Romulanern vor, auf Alarm- oder Kampfbereitschaft zu gehen.
In Star Trek: Nemesis werden die Bewohner des dunklen Planeten Remus die „Remaner“ genannt.