Farscape ist eine Science Fiction-Fernsehserie, die in Australien von Brian Henson produziert und von 1999 bis 2003 vom US-amerikanischen Bezahlfernsehen-Sender SciFi ausgestrahlt wurde. In Deutschland sendete SAT.1 ab Oktober 2000 die ersten beiden Staffeln und wiederholte sie unregelmäßig. Folgen der dritten und vierten Staffel wurden im frei empfangbaren deutschen Fernsehen nie gesendet. Derzeit zeigt der deutsche Bezahlfernsehsender PREMIERE auf seinem SciFi-Channel die vierte Staffel der Serie in der englischen Originalfassung. Der österreichische Sender ATV+ sendet momentan, immer samstags Nachmittag, bereits die dritte Staffel der Serie in deutscher Sprache.
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Der Astronaut John Crichton staunt nicht schlecht als sein wissenschaftliches Experiment ihn an das andere Ende der Galaxis katapultiert, mitten hinein in einen Gefängnisausbruch. Doch schon bald wird dem Amerikaner klar, die „Peacekeeper“ sind nicht das, was ihr Name vermuten lässt. Und schon bald wird auch er gejagt. Und so flieht er an Bord des biomechanoiden Raumschiffes „Moya“ mit dem Rest der nun befreiten Häftlinge in die Uncharted Territories, immer auf der Suche nach einem Weg nach Hause, zurück zur Erde.
In der ersten Folge verschlägt es den Astronauten John Crichton mittels eines Wurmloches in einen weit entfernten Bereich des Universums. Er gerät in eine Auseinandersetzung zwischen den Peacekeepern, einer militaristischen Gruppe, und einem von an Bord befindlichen Sträflingen gekaperten Gefangenentransporter. John verursacht unabsichtlich den Tod des Bruders von Captain Bialar Crais und wird an Bord des Transporters, der sich als bio-mechanoides Lebewesen namens Moya entpuppt, geholt. An Bord befinden sich der luxanische Krieger Ka D’Argo, die delvianische Priesterin Pa’u Zhoto Zhaan und der Hynerianer Rygel XVI. Als der Transporter, ein so genannter Leviathan mit einem tentakelartigen Piloten als Mittler zwischen Moya und der Crew, zur Stellar-Beschleunigung aufbricht, wird die Peacekeeperin Aeryn Sun sozusagen mitgeschleift und landet zusammen mit John an Bord in einer Zelle. Aeryn verständigt Crais, nachdem sie sich und John befreit hat, und auf einem Handelsplaneten kommt es zur größten Veränderung in Aeryn Suns Leben: Sie wird als dauerhaft kontaminiert eingestuft und verliert damit ihr bisheriges Leben als Peacekeeperin. Sie bleibt an Bord von Moya und begleitet die Ex-Gefangenen auf ihrer Reise durchs Universum.
Die erste Staffel dreht sich um die Flucht der Besatzung von Moya vor Crais, der sie jagt, um sich an John zu rächen. Während es noch viele Einzelfolgen ohne Zusammenhang gibt, lernt der Zuschauer langsam die unterschiedlichen Charaktere der Serie kennen. In einer Folge lernt man, dass John von einer alten heimatlosen Rasse das Wissen über Wurmlöcher eingepflanzt bekommen hat und wenig später trifft die Crew auf Chiana. Gegen Ende der Staffel lernt man einen neuen Gegner kennen, Scorpius. Dieser kann John gefangen nehmen, ihn foltern und stößt so auf das Wurmlochwissen, dieses versucht er durch einem mentalen Clon seiner selbst zu extrahieren.
In der zweiten Staffel wird John nicht mehr von Crais, der mit Talynn verschwindet, sondern von Scorpius gejagt, der auf das Wurmlochwissen aus ist. Die Charaktere wachsen weiter zusammen und die Crew begegnet den Scarranern, einer noch gefährlicheren Rasse als den Peacekeepern. John merkt, dass Scorpius ihm einen Chip ins Gehirn gepflanzt hat und wird von nun an von einem „mentalen Clon“ Scorpius’ (den John Harvey tauft) geplagt, der zum Ende der Staffel hin immer mehr Macht über John gewinnt. Gegen Ende dieser Staffel gibt es ein Wiedersehen mit Talynn und Crais, der von Peacekeepern übel zugerichtet wurde und nur knapp entkommen konnte.
In der dritten Staffel wird John den Chip, aber nicht Harvey los - anders als in der zweiten Staffel hat nun John die Kontrolle über "Harvey", der sich zwar in einigen Situationen als nützlicher Berater erweist aber seine wahre Loyalität stets fragwürdig bleibt. In dieser Staffel opfert sich die Priesterin Zhan, um ihren Kameraden und Moya das Leben zu retten. Ihren Platz als Medizinerin nimmt die exzentrische Jool ein, die sich besonders mit Chiana des öfteren ins Gehege kommt. Inzwischen ist die Crew von Moya durch ihre Taten reich und bekannt, was sich als Vor-, aber auch Nachteil auswirkt. John wird durch ein fremdes Wesen kopiert und die Scarraner bekommen Wind von Johns Wurmlochwissen. So beginnen zwei parallele Handlungsstränge: einer, der sich um den John dreht, der auf Moya geblieben ist, und ein weiterer der die Abenteuer des Johns erzählt, der zusammen mit Crais, Starck, Rygel und Aeryn auf Talynn geflohen ist um Moya vor den Peacekeepern zu schützen. Aeryn und einer von den Johns beginnen eine Liebesbeziehung, die allerdings tragisch endet, als sich dieser John opfern muss, damit die Wurmlochtechnologie nicht in die Hände der Scarraner fällt. Hier laufen auch die Handlungsstränge wieder zusammen. Als Johns Wissen um die Wurmlöcher, das bisher verschlüsselt schlummerte, von "Jack" freigesetzt wird, spitzt sich der Konflikt mit Scorpius weiter zu und John sieht sich gezwungen einen radikalen Schlussstrich zu ziehen.
In dieser Staffel muss sich die Crew von Moya erst neu finden. Die Galaxie bereitet sich auf einen Krieg zwischen Scarranern und Peacekeepern vor. John lernt, sein Wurmlochwissen zu kontrollieren und anzuwenden und kann sich somit seinen größten Wunsch erfüllen, zurück nach Hause zu fliegen. Dort ist er allerdings von den Menschen enttäuscht, da sie noch nicht bereit sind, die Tatsache zu akzeptieren, dass es Aliens gibt. Er reist ab, da er glaubt, eine Verantwortung zu haben. Als Aeryn von den Scarranern entführt wird, gelingt es John und der Crew von Moya eine lebenswichtige Blume für die Scarraner zu zerstören. John kann mit der Zerstörung des Wurmlochs zur Erde verhindern, dass die Scarraner diese angreifen, da diese glauben, dass die Blume auch dort wächst. Am Ende der Staffel macht John Aeryn einen Heiratsantrag.
Während John und Aeryn kristallisiert waren, brach in der Galaxie der Krieg zwischen den Peacekeepern und Scarranern aus. Als beide Seiten erfahren, dass John noch lebt, machen sie sich auf, um endlich eine Waffe aus Johns Wurmlochwissen bauen zu können. Während den Kämpfen bringt Aeryn Johns Baby zur Welt und einige Mitglieder von Moyas Crew müssen ihr Leben lassen. Letztendlich baut John die Wurmlochwaffen, um beiden Seiten zu zeigen, dass diese in den falschen Händen die Galaxie zerstören könnten. Es gelingt ihm im letzten Moment die Feinde zu überzeugen und ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. Damit kann John sein Baby in Frieden aufziehen und wird zum ersten Mal nicht mehr gejagt.
Viele neue Wortschöpfungen werden verwendet um für Menschen unbekannte Dinge zu benennen. Das Vokabular dient aber auch dazu, raue Sprache unzensiert darstellen zu können. Die Wörter dren und frell werden so häufig benutzt, dass ihre Bedeutung schnell klar wird. Es werden auch eigene Maßeinheiten verwendet, beispielsweise Arn (etwa 1 Stunde), oder Henta (etwa 1 Zentimeter).
Farscape wird von Fans als eine der besten Science-Fiction-Serien überhaupt angesehen, da sie großen Wert auf eine weitgespannte Geschichte und komplexe Charaktere legte. Viele der auftretenden Außerirdischen wurden mit Puppen dargestellt, wie sie bereits aus der Muppet Show bekannt sind. Dadurch unterschied sich die Serie von anderen Genrevertretern, was letztendlich auch ihren Charme ausmachte.
Zunächst war Farscape für 5 Staffeln geplant, wurde aber am 6. September 2002 überraschend abgesetzt, um finanzielle Mittel für die Serie Stargate SG1 zu schaffen. Die Serie endete mit einem Cliffhanger, da John und Aeryn kristallisiert wurden. Daraufhin setzten sich Fans auf der ganzen Welt für die Wiederaufnahme ein. Dieser Aufwand wurde belohnt, als im Dezember 2003 die Miniserie The Peacekeeper Wars aus unabhängigen finanziellen Quellen gedreht wurde. Ironischerweise kaufte der Sender, der die Serie abgesetzt hatte, die Rechte an der Ausstrahlung. Am 17. und 18. Oktober 2004 wurde die Miniserie als Zweiteiler ausgestrahlt und bescherte dem Sender die besten Quoten, die er bis dahin hatte.
In der Miniserie aus vier Folgen versuchte man die Handlung einer kompletten Staffel zu erfassen, was zu einem vergleichsweise sehr gedrängten Handlungsverlauf führte aber die Geschichte zu einem schlüssigen Ende brachte.
Wie es mit Farscape weitergeht, ist derzeit unklar.